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wie und warum ich das Master Pad erfunden habe
 
 

Von der Idee zur Erfindung 1 - Musterbau

 Vom Musterprodukt zum "Geschäft"

Da ich aber beim Erfinderverein bereits Mitglied war, wurde ich deshalb eines Tages gefragt, ob ich nicht bei der IENA (Ideen, Erfindungen, Neuheiten Ausstellungen- Messe) auch meine Erfindung ausstellen könnte, ob ich schon so weit sei, die Ausstellungsmöglichkeit würde diesmal gefördert. Zunächst verstand ich gar nicht warum da jemand wusste, das ich an einer Erfindung war, denn ausser meiner Mitgliedschaft hatte es damals noch kein aktives Vereinsleben gegeben, doch dann nach einer Weile wärend des Telefonats stellte sich heraus, das noch Aussteller fehlten und man daher auf mich hoffte.

Zugleich bot sich mir damit eine einmalige Möglichkeit und ich betrat "Neuland". Ich sagte zu und hörte mir an, was ich in der Kürze der Zeit zu tun hätte (August bis Oktober/November). Doch zur Ausstellung müsste dann auch ein Muster, etwas das man zeigen könne wurde mir gesagt.

Da man mir deutlich gemacht hatte, wozu diese Ausstellung gut und wichtig sein könnte, war mir klar, das ich also nicht "abwarten" könnte, bis ich zufällig eines Tages einen Weg sehe, wie dieses Muster zu erstellen sei, sondern, das ich mich quasi "beeilen" müsste, um zur geplanten Ausstellung auch eines zu haben. Und zufällig hatte ich einige Zeit zuvor eine Möglichkeit gesehen, wie es zu produzieren sei und ein Stück des Materials per Zufall in einem Bastelgeschäft ergattert, jedoch beide noch gar nicht ausgepackt gehabt, da ich es ja bisher nicht so wirklich eilig hatte.

Doch ab diesem Zeitpunkt fieberte ich der Möglichkeit entgegen, wie ich denn als "Privatmensch" ein solches Produkt, einerseits professionell andererseits "versuchsweise/experimentell" erstellen/produzieren könnte.

Jetzt wo es einen "Vorzeigetermin" gab, war es noch wichtiger geworden und ich hatte glücklicherweise diese "Musterfolien" die ich zufällig eines Tages in einem Bastelladen fand. Mit denen experimentierte ich so lange herum, bis ich das hatte, was ich ungefähr wollte und brauchte.

Meine flexible, beschreibbare, leuchtende, haftende Folie für mein Produkt.

Ein einziges Stück für die Erfindermesse!

Damit war natürlich noch lange nicht geklärt, wie denn davon massenweise hergestellt werden könnte, doch in der Theorie war das für mich ganz logisch und ganz deutlich. Mir war klar, das musste möglich sein, auch wenn ich selbst nicht wusste wie.

Schwierig jedoch als Privatperson daran zu kommen, wenn man die Begrifflichkeiten von Material und Produktion, Handel und Auftrag sowie die Gepflogenheiten nicht kannte. Bei stümperhaften Erkundigungen meinerseits fiel ich als Laie auf und so wollte anscheinend niemand einem den Gefallen tun, oder mit einem "zusammen" arbeiten.Da wurde ich gefragt, ob ich ein Händler sei, ob ich Widerverkäufer sei, Auftraggeber - für welche Firma, ob ich eine Gewerbeanmeldung besässe, ob ich mal einen Bogen meines Geschäftsbriefpapieres senden könnte und oft waren die Leute sehr freundlich am Telefon und bestätigten mir zb Musterzusendung (nach dem Faxen) doch dann tat sich nichts. Es dauerte eine Weile bis ich merkte, das man prüfte, obiich im Handelsregister eingetragen sei. Dies ist eigentlich nicht notwendig und ausserdem für den "Existenzgründer", der ich ja noch nicht sein wollte, sehr teuer. Da man das eben, um Handel treiben zu können nicht unbedingt braucht, zumindest in der Theorie, hatte ich das auch nicht und folglich blieben 80% meiner Bemühungen ohne Folgen, wenn auch alle am Telefon freundlich ja sagten, bis auf einige ganz wenige. Ich hatte hier den Eindruck mir fehlte die kaufmännische Ausbildung. Es sollte noch viel spannender werden mit meinen ERkundungen, die ich später auch auf Video aufnahm.

ICh lernte sehr schnell zu "pokern" und "telefonierte" mich durch. Durch allerhand Firmen und Unternehmen, um heraus zu finden, wie denn eine Produktion möglich sei, WER dazu geeignet sei, WIE das zu beauftragen sei, welche Mengen, welche Kosten da nötig seien etc. und so ganz nebenbei erfuhr ich von Produktionstechniken etc. Aber immer alles nur "Ansatzweise". Nach einer Weile hatte ich den "Geschäftlichen Jargon" besser drauf und das war auch nebenbei eine gute Vorbereitung für die Messe.

Mein Muster nahm Gestalt an, jedoch musste ich auf dem ersten Exemplar die Linien der Tabelle für die "Spezialseite" noch malen und auch war bei dem ersten Modell die Unterschicht der Folie sehr dick und ein wenig schwerer, als bei den späteren Modellen.


Mit dem einen Muster fuhr ich dann mittlerweile zu meiner ersten Erfindermesse nach Nürnberg, um dort auszustellen.

Dadurch lernte ich nach einigen Tagen das nicht alle Wasserfesten Stifte  für diese Linien geeignet waren. Die Tinte griff das Material an und "verlief" ein wenig (frass sich rein und verbreitete sich). Das machte "Ästhetische Probleme" aber später beim Drucken würde es sicher schöner aussehen, funktionieren tat es in jedem Falle und so nahm ich es dann auch mit.

 

Fortsetzung folgt

4.8.12 20:43

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